
Kinder, Jugendliche und Familien: Unterstützung und Austausch
Vom Erstkontakt über Schulcamps, sportliche Aktivitäten, Fortbildungskurse, Gruppenausflüge bis hin zu Angeboten für Schulen … Es gibt zahlreiche Initiativen, die wir für junge Menschen und ihre Familien anbieten.
Wir organisieren sie mit zwei zentralen Zielen: Kindern, Jugendlichen und Eltern konkrete Werkzeuge für den alltäglichen Umgang mit der Erkrankung an die Hand zu geben und es Mädchen und Jungen zu ermöglichen, Spaß zu haben und Gleichaltrige kennenzulernen, die ähnliche Erfahrungen machen oder gemacht haben.
Was ist das Aushängeschild der Diabetes Union? Ohne Zweifel die Schulcamps. Für die Jüngsten und ihre Familien organisieren wir jedes Jahr maßgeschneiderte Tage, die Bildung und Spaß miteinander verbinden.
Ziel ist es, hilfreiche Werkzeuge für ein besseres Leben mit Diabetes anzubieten, das Wissen über die Erkrankung zu vertiefen und einen bewussteren Umgang damit zu erlernen. Die Schulcamps werden stets von Fachpersonen begleitet, die die Aktivitäten unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller koordinieren. Bildung an erster Stelle, aber auch Unbeschwertheit: Es sind Gelegenheiten zum Austausch und zur persönlichen Entwicklung für Mädchen und Jungen.
Die eigenen Erfahrungen mit Menschen zu teilen, die eine ähnliche Situation erleben, ist wichtig — auch für die Jüngsten. Aus diesem Grund organisieren wir jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Bozen ein etwa einwöchiges Summer Camp für Mädchen und Jungen zwischen 11 und 14 Jahren.
Begleitet werden die Teilnehmenden vom pädiatrischen Team des Krankenhauses Bozen, einer Psychologin sowie Betreuungspersonen und Köchen. Zu den Zielen des Summer Camps gehören Sozialisierung, gegenseitige Unterstützung und der Austausch von Erfahrungen und Sichtweisen. Die Fachkräfte legen außerdem besonderen Wert auf das Erlernen von Strategien für den alltäglichen Umgang mit der Erkrankung.
Über die Jahre haben wir die Rückmeldungen vieler Familien gesammelt, mit dem Ziel, das Summer Camp kontinuierlich zu verbessern und immer besser auf die Bedürfnisse aller einzugehen.
Wenn wir die Bedeutung einer aktiven Teilnahme am Vereinsleben betonen, tun wir das, weil so die besten Ideen entstehen. Genau das ist beim Camp 14+ passiert, das kürzlich in Diabetastic umbenannt wurde.
Viele Jugendliche, die an den Summer Camps teilgenommen hatten, wollten auch nach dem 14. Lebensjahr weitermachen. So entstand im Sommer 2020 dieses neue Angebot. Wie die Psychologin Martina Kosta erklärt hat, wurde als einziges Aufnahmekriterium die Eigenverantwortung im selbstständigen Umgang mit Diabetes gewählt: ein wichtiger Aspekt, vor allem im Jugendalter.
Die Besonderheit des Camp 14+ liegt darin, dass die Jugendlichen selbst — koordiniert von einer verantwortlichen Person — jeden Aspekt des Camps organisieren: von der Wahl der Transportmittel über den Einkauf bis hin zur Reinigung. So wird die Organisation zu einer Gelegenheit der Eigenverantwortung, ohne auf den Spaß zu verzichten.
Das Familienwochenende ist ein Wochenende für Familien mit Kindern unter 10 Jahren mit Typ-1-Diabetes — auch Geschwister sind willkommen. Drei Tage, gewidmet dem Austausch, dem Wohlbefinden und der gemeinsam verbrachten Zeit.
Die Aktivitäten beziehen Eltern und Kinder gleichermaßen mit ein: Treffen mit Fachpersonen, Gruppenmomente im Freien, Workshops und Gelegenheiten zur Entspannung. Ziel ist es, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem man sich austauschen, lernen und Spaß haben kann. Die jährlich von Diabetes Union organisierte Initiative wird von zweisprachigen Fachpersonen unterstützt.
Die Gruppe „Incontro Genitori Diabete – Elterntreff“ entstand 2011 auf Initiative einiger Eltern von Kindern mit Diabetes.
Ziel ist es, Erfahrungen zu teilen, sich gegenseitig Ratschläge zu geben und einander zu unterstützen, während die Kinder und Jugendlichen spielen. Jeder Teilnehmende kann die Themen ansprechen, die ihm am wichtigsten erscheinen — von der Ernährungsgestaltung bis zur Schulintegration.
An den Treffen nehmen ausschließlich Eltern teil (mit oder ohne Kinder, je nach Vereinbarung); Ärztinnen, Ärzte oder Psychologinnen sind nicht anwesend. Man trifft sich mehrmals im Jahr, in der Regel sonntags und an wechselnden Orten in der Region, um Familien aus verschiedenen Gebieten die Teilnahme zu erleichtern.
Die Kommunikation erfolgt per E-Mail. Die Organisierenden übernehmen keine Verantwortung für die Beaufsichtigung der anwesenden Minderjährigen. Jeder Elternteil kann das nächste Treffen vorschlagen und organisieren. Anmeldungen sind jederzeit möglich, so dass auch Familien teilnehmen können, die erst seit Kurzem mit der Diagnose konfrontiert sind.
Der Elterntreff ist außerdem eine Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen, andere Sichtweisen zu entdecken, Neueinsteiger zu unterstützen und Beziehungen aufzubauen.
Ansprechpersonen für die Gruppe „Incontro Genitori Diabete – Elterntreff“:
- Gerold Haller – Tel. 347 5044041 –
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Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. - Anna Vanzo – Tel. 340 8028553 –
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Nach der Diagnose in den Alltag zurückzukehren kann schwierig sein, vor allem wenn es um Freizeit- und Sportaktivitäten geht. Die Angst, einen unvorhergesehenen Moment nicht bewältigen zu können, kann auch das Schulleben beeinflussen: die Pause, den Sportunterricht, die freien Momente mit den Mitschülerinnen und Mitschülern.
Doch gerade die Sozialisierung ist entscheidend, um zur Normalität zurückzufinden. Deshalb ist es wichtig, auf diese Erfahrungen nicht zu verzichten, sondern sie mit der richtigen Vorbereitung anzugehen.
Aus diesem Grund haben wir eine kurze Broschüre mit dem Titel „Ich kann alles!“ entwickelt — entstanden aus dem Engagement einer Gruppe von Müttern der Diabetes Union. Ziel ist es, erste nützliche Informationen zu Diabetes zu vermitteln und Hinweise zu geben, wie man die Signale des eigenen Körpers erkennt und sie den Menschen im eigenen Umfeld mitteilt.
Häufig haben Kinder und Jugendliche, die Sport- oder Freizeitaktivitäten ausüben, bereits ein gutes Maß an Selbstständigkeit im Umgang mit der Erkrankung. In jedem Fall sollten sie sich nicht anders fühlen als ihre Altersgenossen. Erwachsene haben die Aufgabe, die Aktivitäten zu beobachten, damit sie sicher ablaufen, ohne die Selbstständigkeit der Minderjährigen oder die Unbefangenheit des Spielens einzuschränken.

Aktivitäten für Erwachsene und Senior:innen
Zahlreiche erwachsene Mitglieder mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes prägen unseren Verein.
Auch für sie organisieren wir vielfältige bildende und freizeitorientierte Aktivitäten, die einen gesunden Lebensstil fördern: von Beratungen mit Psychologinnen und Ernährungsfachpersonen über Kurse zur Ernährungskompetenz bis hin zu sportlichen Camps und Nordic-Walking-Ausflügen. Unser Kalender bietet stets passende Angebote für jedes Alter.
Zu den Schulungsprogrammen, die wir organisieren, gehören auch einige speziell für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes. Die Tage konzentrieren sich auf den Umgang mit dem eigenen Körper, das Verständnis der Erkrankung und ihre Bewältigung im Alltag — ohne dabei auf Momente der Entspannung und des gegenseitigen Kennenlernens zu verzichten.
Gehen tut gut, und gerade für Menschen mit einer chronischen Erkrankung kann es besonders hilfreich sein, das Maß an täglicher körperlicher Aktivität zu erhöhen. Nordic Walking, ursprünglich als Training für Langläufer entstanden, wird heute auch von Nicht-Sportlern praktiziert.
Durch den Einsatz spezieller Stöcke und einer gezielten Technik werden auch der Oberkörper und die Atemmuskulatur aktiv eingebunden, was eine gute Sauerstoffversorgung fördert. Das verbessert Kraft und Ausdauer, schont die Gelenke und hilft, den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu halten.
Im Jahr 2020 haben wir das erste Nordic-Walking-Camp organisiert, seitdem ist diese Initiative ein fester Termin geworden. Heute bieten wir jährlich zwei Camps an: eines für Anfänger und eines für Fortgeschrittene. Im Kalender bleibst du auf dem Laufenden.
Die Stuhlgymnastik richtet sich vor allem an ältere Menschen und besteht aus einer Abfolge langsamer und natürlicher Bewegungen, die darauf abzielen, die Muskelkraft zu stärken, ohne die Gelenke zu belasten. Die Übungen werden von angeleiteten Atemtechniken begleitet.
Ziel ist es, an Kraft, Gelenkstabilität, Tonus, Elastizität, Koordination, Beweglichkeit und Gleichgewicht zu arbeiten. Diese Trainingsform trägt dazu bei, Lungenfunktion, Herzgesundheit, Körperhaltung und Stimmung zu verbessern und hilft dabei, Risikofaktoren wie Bluthochdruck, übermäßiges Fettgewebe, Blutzucker- und Cholesterinwerte unter Kontrolle zu halten.
Von Herbst bis Frühjahr bieten wir unseren Mitgliedern zwei Schwimmbadkurse an: Aquagymnastik und freies Schwimmen unter der Anleitung unseres Trainers Mamadou.
Für weitere Informationen kontaktiere uns. Um über alle Aktivitäten auf dem Laufenden zu bleiben, melde dich auch für unseren Newsletter an.
Seit über zehn Jahren unterstützt die Selbsthilfegruppe „Stammtisch“ Erwachsene mit Typ-1-Diabetes. Die Treffen finden alle 6–8 Wochen statt und beinhalten in der Regel ein gemeinsames Abendessen an verschiedenen Orten in der Provinz.
Es ist ein Moment des Austauschs über die Erkrankung und die damit verbundenen Alltagsthemen, aber auch eine gesellige Gelegenheit: Menschen mit Diabetes unterscheiden sich nicht von anderen und haben Leidenschaften und Interessen, die sie in Gemeinschaft teilen können.
Für die Teilnahme an den Stammtisch-Treffen kann Evelyn Selva kontaktiert werden:

Kurse zur Ernährungskompetenz
Diabetes lässt sich auch über die Ernährung mitgestalten — durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die an die individuellen Bedürfnisse angepasst ist.
Sich mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen ist eine wichtige Entscheidung: nicht nur, um die eigene Ernährungsweise zu verbessern und ein größeres Bewusstsein zu entwickeln, sondern auch, um den Mythos zu überwinden, dass gesunde Ernährung fad und eintönig sei. Unsere Kurse zur Ernährungskompetenz beweisen das Gegenteil.