
Die Gesichter hinter Diabetes Union - Interview mit Andrea Plank, neue Referentin für Familien
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1. Hallo Andrea, vielen Dank, dass du dich bereit erklärt hast, ein wenig mit uns zu plaudern. Du bist dem Verein schon seit vielen Jahren verbunden und hast dich stets an vorderster Front bei der Organisation von Initiativen für unsere Mitglieder engagiert. Was ist deine erste Erinnerung an Diabetes Union? MeinenerstenKontakt mit der Diabetes Union hatte ich etwa 2 Wochen nach der Erstdiagnose meinerTochter.Carmen rief mich damalsan und erklärte mir alles ganz genau.Sie erzähltemir auch von dem Familienwochenendeauf den Rittenund der DiaKids- Gruppe.Dabei bot sie mir an,sie jederzeit kontaktieren zu dürfen,sollte ich Hilfe benötigen. Dieses Angebot nahm ich, besonders in der Anfangszeit, dankbar an.Doch das Gefühl, das ihr erster Anruf in mir auslöste,werde ich nie vergessen.Endlich hatte ich die Gewissheit,dass ich nicht mehrsoalleinemit allem war. 2. Heute unterstützt du Anna Vanzo als Referentin für Aktivitäten, die sich an Familien richten. Was umfasst diese Aufgabe? Und welche Bedeutung hat sie für dich? Ja, ich werde Anna in einigen Bereichen unterstützen. Anna ist eine sehr herzliche Person,die sofort mit der Diabetes Union in Verbindung gebracht wird, da sie mit Herz und Seele dabei ist. Ich werde sie bei der Elterntreffgruppe unterstützen, bei der Erstdiagnosegruppe und auch beim Camp auf den Ritten,dem Familienwochenende, helfe ich bei der Organisation mit.Mir persönlich liegtvor allemeines am Herzen: Familien sollenspüren, dass sie Hilfe bekommenund nichtalleinegelassen werden. Genau deswegen möchte ich Annazur Seite stehen und auch meine Ideen einbringen.Und darauf freue ich mich schon. 3. Vor kurzem habt ihr einen Ausflug nachGardalandorganisiert. Kannst du uns etwas darüber erzählen? Der Tag imGardalandwar einbesonderes Highlight. Viele Familienwaren zum ersten Mal dort und die Begeisterung war riesig: Groß und Klein hatten unglaublich viel Spaß.Auch wenn wir uns vor Ort in kleineren Gruppen aufgeteilt haben, blieb die Sicherheit zu wissen,dass man nicht allein unterwegs war und das gab einen ein beruhigendes Gefühl. 4. Was ist die größte Herausforderung, der sich Menschen, die sich mit Diabetes beschäftigen, stellen müssen? Die größte Herausforderung für mich, den anderen Eltern und Personen mit Diabetes,ist,dass die Krankheit meist unsichtbar bleibt.Niemandsieht von außen, wieviel Arbeit, Planung und ständige Rechenaufgaben eigentlichdahinterstecken, um den Alltaggut zu meistern.Es gibt viele schlaflose Nächteund Unsicherheiten, obder Blutzucker im „grünenBereich“ bleibt,diemanalleinedurchsteht. Selbst wenndie Technik mal versagtoderdie Werte trotz größter Mühe nicht passen, man machtweiter. Ichglaube, die psychischeBelastung,ist eines der größten Probleme. 5. Was sollte jemand, der selbst nicht an Diabetes leidet, über diese Krankheit wissen? Ein sehr wichtiges Thema ist die Aufklärung, da viele Menschen nichtsoder zu wenig über Diabetes Typ 1 wissen und oft voreilig urteilen.Es wäre wünschenswert, dasssie zuerstFragen stellen und Interesse zeigen, statt falsche oderabwertende Kommentareabzugeben. Siesolltenvor allemwissen, dass Diabetes Typ 1nicht von der falschen Ernährung oder zu wenig Sport kommt, sondern eineAutoimmunerkrankung ist mit der man,mit viel Arbeit, alles machen kann.Mit mehr Verständniswäre der Alltag für Menschen mitTyp1 um einiges leichter. 6. Was ist gerade in Planung? Was steht als Nächstes auf dem Programm? |